Um 735/736 stiften südalemannische Adelige ein kleines Kloster an der Stelle des heutigen Hofbezirkes, das dem Hl. Mauritius geweiht ist.
Um 1135 wird aus dem selbständigen Kloster eine von Murbach (Elsass) abhängige Propstei und man bestimmte den Hl. Leodegar als Hauptpatron.
1291 muss die Abtei Murbach wegen eigener Schwierigkeiten die Propstei Luzern mit allen dazugehörigen Höfen an die Habsburger verkaufen.
1332 tritt Luzern der Eidgenossenschaft bei.
Bis 1433 erobert die Stadt Luzern nach und nach alle Rechte von den Habsburgern zurück, auch jene über das Kloster.
1455/56 wird das Benediktinerkloster in ein Chorherrenstift umgewandelt. Seither beten Chorherren täglich morgens und abends das kirchliche Stundengebet.
Am Ostertag 1633 brennt die Kirche bis auf die Grundmauern nieder (illustration). Der Brand wird vom Dachdecker Peter Steiner ausgelöst, der Dohlen auf dem Kirchendach und Chortürmlein geschossen hat. Dabei fangen die Schindeln Feuer, mit denen das Dach bedeckt ist. Der Jesuitenbruder Jakob Kurrer aus Ingolstadt erhält den Auftrag zum Wiederaufbau der schnell in die Lege geleitet wird: Bereits am 8. Juni liegt ein Entwurf vor. 1637 wird mit der Ausmalung der Kirche begonnen, 1638 die Fensterscheiben eingesetzt und 1639 ist der Rohbau beendet.
Franz Johann von Alten-Sommerau, der Bischof von Konstanz, weiht die Kirche nach dem beinahe vollendeten Abschluss der Ausstattung im Jahre 1644 ein.
Die Kirchenuhr wird neu gestaltet. Dies ist die einzige wesentliche Änderung an der äusseren Gestaltung seit der Bauzeit.
Die südliche Chororgel wird abgebrochen.
Bei der Innen-Renovation wird die dekorative Sepia-Malerei wiederhergestellt (die 1822/23 übermalt wurde), ein neuer Boden verlegt und eine elektrische Beleuchtung installiert.
Es wird eine Heizung installiert. Zudem werden beide Sakristeien renoviert. Die nördliche Sakristei wird von Alfred Schmidiger im expressionistischen Stil ausgemalt. Sie dient künftig als Ausstellungsraum.
Der Kreuz-Altar-Bezirk wird an die neuen liturgischen Bedingungen angepasst: Dazu wird der Altar vom Chorbezirk in Richtung Kirchenschiff verschoben.